Gloria und der Kardinal

Gute Laune in Mannheim: v.r. Kardinal Müller, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, Erzbischof Gänswein

Dass Gloria von Thurn und Taxis eine leidenschaftliche Katholikin ist, weiß man. Dass sie über beste Kontakte in den Vatikan verfügt, ebenfalls. Dass sich die Fürstin aber auch glühend für Mannheim begeistert, ist neu. Entfacht wurde die Leidenschaft ihrer Durchlaucht von der Päpste-Schau, die noch mindestens bis Ende Oktober in den Reiss-Engelhorn-Museen zu sehen ist. Weiterlesen

Im Schutz der toten Kaiser

Gewaltige Romanik: Der Speyerer Dom war einst die größte Kirche der Welt

Der September ist der Monat der Tat. Vorbei die Trägheit des Sommers. Jetzt kühlen die Nächte wieder, und die Welt ruft zur Ernte. Doch noch bleiben uns ein paar Tage. Wir sollten sie nutzen für einen Stadtbummel auf den Spuren Gottes. Unser dritter Kirchenspaziergang führt nach Speyer, wo man in einer Stunde durch zweitausend Jahre wandern kann. Weiterlesen

Verschmelzende Stimmen

Pures Glück: Rund 40000 Menschen singen in Baden in einem Kirchenchor

Am Anfang ist er noch zusammengezuckt und hat entschuldigend hinübergegrinst zur Kanzel. Doch dann gewöhnte sich Michael Braatz-Tempel daran, dass der Sonntagsgottesdienst in Heidelberg-Handschuhsheim alle zehn Minuten von begeistertem Applaus unterbrochen wird. Der liturgisch-unpassende Jubel gilt den fünf Kinderchören, die der evangelische Bezirkskantor an der Friedenskirche aufgebaut hat. Weiterlesen

„Ich spüre religiöses Potential in dieser Stadt“

Jubiläum: Mannheims Dekan Karl Jung ist seit 30 Jahren Priester

Liebe auf den ersten Blick war es nicht, was der katholische Dekan Karl Jung empfand, als er vor zwölf Jahren nach Mannheim kam. Eher Erstaunen. Eben noch hatte Jung im idyllischen Hochschwarzwald Priesteranwärter auf ihren Beruf vorbereitet. Jetzt lebte er in einer Multikulti-Stadt, die zu laut war, um bei offenem Fenster zu schlafen. Weiterlesen

Der Geist weht, wo er will

Der Gekreuzigte zwischen Windrädern: Kirche auf dem Land ist spannend

Je näher Hirschlanden kommt, desto schmaler wird die Staße. Man mäandert durch Dinkelfelder und Apfelwiesen, Wäldchen huschen vorbei, Pferde weiden. Kein Haus, nirgends. Auch kein Netz mehr. Hier draußen ist das Smartphone nutzlos. Das wird auch so bleiben, denn das Bauland hinter Rosenberg ist schön, karg und menschenleer. In den Dörfern gibt es keine Läden. Die Bahnhöfe sind verwaist, die Busse nur für Schüler.  Weiterlesen

Zehn Tage unterm Hexenturm

Der Innenhof der Neuen Universität. Hier hat Martin Luther gewohnt.

Endlich zählt auch Heidelberg rückwärts. Noch 347 Tage, dann jährt sich Martin Luthers „Heidelberger Disputation“ zum 500. Mal. Die Originalschauplätze dieses historischen Moments sind mit der Zerstörung Heidelbergs im Jahr 1693 leider verschwunden. Trotzdem kann man in der Altstadt auf den Spuren der Reformation wandeln. Unser zweiter Kirchenspaziergang.

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Ein Mönch der ersten Stunde

Abschied von Pater Norbert: Der beliebte Mönch ist mit 89 Jahren gestorben

Zwei oder drei Hochzeiten hatte Pater Norbert Bosslet jeden Samstag – zumindest im Sommerhalbjahr. Wieviele Trauungen es insgesamt waren, zählt niemand mehr. Tausend? Zweitausend? Und die Kinder „seiner“ Paare hat er auch alle getauft. Pater Norbert war sein Leben lang Religionslehrer und hat ein Standardwerk über die Heidelberger Klöster verfasst. Jetzt ist der populäre Benediktinermönch der Abtei Neuburg nach langer Krankheit gestorben. Er wurde 89 Jahre alt. Weiterlesen