“Irgend jemand muss wohl einmal das Gerücht in die Welt gesetzt haben, dass Substantive mehr Gewicht hätten und mehr Stärke ausstrahlen als Verben. Nur so kann ich mir erklären, dass viele Menschen immer dann, wenn sie besonders gescheit wirken wollen, sehr viele Substantive in ihren Text resp. in ihre Rede packen.”
Diesen Verdacht äußert Myriam Holzner in einem Beitrag für das Portal Präsenz und Effizienz in Printmedien (PEP) zum Thema “Verben statt Substantive!”. Besonders weit scheint dieses Gerücht unter Beratern verbreitet zu sein. Wie sonst ließe sich deren Hang zum Substantiv erklären? Willkürlich herausgegriffene Kostprobe aus der Webseite eines renommierten Consulting-Unternehmens: “Die strategische Ausrichtung der Unterstützungsleistung(en) entscheidet maßgeblich über die Anforderungen an die Aufbau- und Ablauforganisation.”
Ein einfacher, aber höchst wirksamer Tipp: Verwandeln Sie “ung-Wörter” in Verben. Allein schon dadurch werden Sie sich vom schwerfälligen Beraterdeutsch der meisten Ihrer Kollegen abheben. Denn, so Myriam Holzner: “Verben sind dynamischer als Substantive.”