Weihrauchschiffchen auf Chrisamöl

Ein Erlebnis für alle Sinne:
Weihbischof Paul Wehrle bei der Altarweihe

Der Bischof überlegte den Bruchteil einer  Sekunden lang, dann krempelte er den weiten Ärmel seines Gewands einfach hoch und schritt zur Tat. Mit kräftigen Wischbewegungen verteilte Paul Wehrle duftendes Chrisamöl auf dem lichtgrauen Stein, bis dieser glänzte wie eine Wasserfläche. Fünf Türmchen aus Rosenweihrauch und Wachs wurden aufgesetzt und angezündet; wie kleine wohlriechende Boote schienen sie auf der spiegelnden Oberfläche zu schwimmen. Altarweihe in der Kapelle der katholischen Hochschulgemeinde im Edith-Stein-Haus. In überwältigend großer Zahl waren die Studierenden gekommen, um den alten feierlichen Ritus zu erleben, mit dem der Freiburger Weihbischof Gottes Segen auf den neuen Gabentisch herab rief. Weiterlesen

Wieblingen nimmt Abschied von seinen katholischen Kirchen

Neue Nutzung gesucht:
Die Alte Kirche von Wieblingen

Wehe Herzen in Wieblingen: Die Katholiken des Heidelberger Stadtteils am Neckar müssen von ihren beiden Kirchen zugleich Abschied nehmen. „Die Alte Kirche wird auf Dauer nicht zu halten sein“, schreibt Pfarrer Johannes Brandt im Pfarrbrief der Seelsorgeeinheit Christophorus. „Sie wird einer anderen Verwendung, möglicherweise der Profanisierung zugeführt.“ Die „neue“ St. Bartholomäus-Kirche aus den Fünfziger-Jahren bleibt den Gläubigen zwar erhalten – allerdings in völlig anderer Gestalt. Der Kirchenraum soll verkleinert werden, damit man den Gemeindesaal und einige Büroräume in die Kirche integrieren kann. Sakristei und Gemeindehaus machen Platz für einen Pavillon-Anbau mit großem Saal. Im Dezember, sagt Pfarrer Brandt, liegen die konkreten Pläne vor. Weiterlesen

Konturenpapier zur Stadtkirche lässt viele Fragen offen

Der Muttergottes ans Herz gelegt:
Das Konturenpapier zur Stadtkirche

Langsam wird es ernst für die 40 000 Katholiken in Heidelberg und Eppelheim. Nur noch sieben Wochen, dann stimmen die Pfarrgemeinderäte darüber ab, ob sie Erzbischof Zollitsch vorschlagen wollen, alle 14 Pfarreien zur „Stadtkirche Heidelberg 2015“ zu fusionieren. Die Umrisse dieses Pilotprojekts hat das Dekanat jetzt in einem 35-seitigen „Konturenpapier“ skizziert. Auf etliche Fragen bleibt das Dossier allerdings noch Antworten schuldig: Wer wird die Stadtkirche leiten? Welche Aufgaben haben die Priester? Welche die hauptamtlichen Seelsorger? Alles unklar.

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Geplante Stadtkirche erhält einen neuen Namen

Erzbischof Robert Zollitsch

Jeder Markenhersteller hätte bei diesem Namen schon längst die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. „Stadtkirche Heidelberg-Eppelheim“. Das klingt nicht nur umständlich, sondern auch ziemlich provinziell. Zu diesem Schluss kam jetzt auch der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch und änderte kurzerhand den Namen der geplanten Mega-Seelsorgeeinheit. Künftig soll der Zusammenschluss von 14 Pfarrgemeinden aus Heidelberg und Eppelheim kurz und knackig „Stadtkirche Heidelberg 2015“ heißen. Die Eppelheimer Katholiken sind solcherlei Kummer gewohnt. Als sie sich vor Jahren der Heidelberger Gesamtkirchengemeinde anschlossen, kam auch niemand auf die Idee, diese fortan Gesamtkirchengemeinde  Heidelberg-Eppelheim zu nennen.